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Tomatensaft und Cracker

‘Und für Sie – was darf’s sein?’ – ‚Ein Tomatensaft, ‘ne Cola light und die Cracker bitte. Wäre es möglich, auch noch einen von diesen leckeren Schokokeksen dazu zu bekommen?’ Wieso trinken im Flugzeug eigentlich immer alle Tomatensaft? Weil er da oben besser schmeckt, hab’ ich gelesen. Und weil er nix kostet, da bin ich mir sicher. Machen wir eigentlich noch einen Unterschied zwischen richtigem Hunger, Appetit oder Eating for Pleasure?  Continue Reading

Ich muss

Ich muss glücklich sein. Ich muss lächeln. Ich muss diesen wunderschönen Moment genießen und ihn schätzen. Ich muss, ich muss, ich muss. Muss ich überhaupt irgendetwas? Ich muss es zwar nicht gezwungenermaßen, aber ich sollte mir selbst gegenüber ehrlich sein. Das sollte ich und das muss ich auch, wenn ich aufrichtig und liebevoll mit mir selbst umgehen will und das Gefühl von Glück und Zufriedenheit empfinden möchte.

Manchmal wache ich morgens auf und etwas stimmt nicht. Irgendwas schlummert in mir, das meine volle Aufmerksamkeit ergattern möchte, ich weiß aber, dass es etwas Unangenehmes ist. Außerdem ist man es von mir gewohnt, dass ich ein Sonnenkind bin, immer mit einem strahlenden Lächeln im Gesicht und einer ansteckend fröhlichen Ausstrahlung. Also entscheide ich, dass ich dieses unterschwellige Pochen in mir unterdrücke und stattdessen in meine Happy-Me-Rolle schlüpfe und so zumindest für alle anderen den Schein aufrecht erhalte, dass es mir gut geht. Nicht nur gut, sondern super gut.
Was für ein Lügenmärchen. Mir gegenüber und auch allen anderen gegenüber, die sich verzweifelt fragen, was sie in ihrem Leben falsch machen, dass sie nicht wie ich non-stop glücklich sind. Dann kommt der Neid. Eine Todsünde. Und es begann alles damit, dass ich mir selbst nicht zuhören wollte aus Angst vor Schmerz und zu harter Arbeit an meinem Denken und Fühlen.
Also nochmal von vorne. Ich stehe auf und entdecke dieses Gefühl. Wie wäre es, wenn ich ihm heute einmal die volle Aufmerksamkeit schenken würde? Ich fange an zu weinen. Es fühlt sich schrecklich an. Ein viel zu lange totgeschwiegenes Problem, das ich aus lauter Feigheit nicht angegangen bin. Jetzt ist es soweit. Und zwischen all den dicken Kullertränen entwischt mir ein kleines Lächeln. Es ist echt. Echt und aufrichtig, da ich gerade ganz bei mir bin und mir zuhöre. Ein Freund in London hat zu mir gesagt, dass das Glücklich-Sein damit beginnt, sich selbst kennenzulernen und vor allem genau empfinden zu können was gerade im eigenen Inneren passiert, wie es dem kleinen Pflänzchen Seele geht. Denn erst wenn man genau weiß was Sache ist, kann man daran arbeiten. Jetzt verstehe ich, was er damit meinte.
Ein Unternehmen, in dem Schwachstellen zum Beispiel im Team, der Kommunikation oder in grundlegenden Abläufen sind, wird nie in großem Stil erfolgreich sein, wenn es sich nicht darum kümmert, diese Schwachstellen zu beseitigen. Wieso sollte das in unserem inneren Mechanismus anders sein? Alles spielt zusammen und muss manchmal eben an bestimmten Stellen optimiert werden. Das schafft man oft alleine oder mit Freunden. In schwierigeren Fällen braucht man aber möglicherweise einen Profi von außen – einen Unternehmensberater oder übertragen eben einen Psychotherapeuten oder einen anderen Fähigen, der es versteht, die Gedanken und Gefühle neu zu strukturieren. Dann kann man dieses Problem angehen und seine üblichen Denkweisen ändern, die sich zuerst in unserem Sprechen und Handeln widerspiegeln und sich am Ende auf unser ganzes Lebensgefühl auswirken. Es ist harte Arbeit, Anstrengung und auch Leiden, sich seinen dunklen Seiten zu stellen. Aber es lohnt sich!

Photos: Instagram: noelletschannen

Über den Wolken

Unglaublich eigentlich, wie einfach es heutzutage ist, die Welt zu erkunden. Von München nach London – ein Katzensprung. Dann weiter nach Kapstadt und in wenigen Stunden sitze ich in Goa am indischen Ozean und schlürfe meinen Mango Lassi.
Allein wenn ich mich mit meiner Mutter unterhalte, die sagen wir mal, noch nicht einmal annähernd als “alt” zu bezeichnen ist mit ihren jugendlichen 50 Jahren, wird mir klar, dass unserer Generation gerade völlig andere Möglichkeiten geboten werden unseren Horizont zu erweitern. Continue Reading

Eine Billion Dollar

Wie viel Geld kann ein Mensch ertragen? Man stelle sich vor, dass das Konto auf einmal praller und reicher gefüllt ist, als man es sich je erhofft hätte. Auf einmal ist alles da, einfach gegeben und man kann sich alles kaufen, alles erleben, sich alles ermöglichen wovon man sein Leben lang träumte. – Ein fettes Erbe, ein Gewinn, ein plötzlicher Erfolg. So etwas kann passieren. Alles ist möglich. Continue Reading

Vorwort: Facebook, Instagram & Co.

Eigentlich hat der nachfolgende Artikel auf den ersten Blick nur sehr wenig mit dem zu tun, was ich hier noch vorwegnehmen möchte. Ich spüre sogar einen inneren Stich wenn ich darüber nachdenken, ob ich in diesen Tagen einen neuen Post über ein vergleichsweise oberflächliches Thema veröffentlichen soll. Trotzdem tue ich es, weil wir nur so die Liebe wieder auf unsere Welt zurückbringen können bzw. uns ihr wieder bewusst werden können. Eigentlich ist sie nämlich in uns allen. Continue Reading

Facebook, Instagram & Co.

36k Follower – nicht schlecht Herr Specht. Aber macht ja auch wirklich Sinn. Sie ist wunderschön, charismatisch und hat eine Ausstrahlung, die einen geradezu dazu zwingt auf jenen Button zu klicken, der einen dann täglich mit neuen Feeds füttert und sie zu einem Teil des eigenen Alltages macht. Dabei kenne ich dieses Mädchen nicht einmal. Continue Reading

Scheiß drauf!

„Du fehlst mir.“, „Ich liebe dich immer noch!“ oder „Willst du noch kurz vorbei kommen?“ – Wer kennt sie nicht diese kleinen Nachrichten um drei Uhr morgens, die aus scheinbar heiterem Himmel in der Inbox landen. Allen gemein ist, dass sie entweder vom Ex, dem neuen Lover oder einem heimlichen Verehrer kommen, dass sie unerwartet hereinbrechen und uns diese plötzliche schockierende Ehrlichkeit in einen kurzen starren Panikzustand versetzt. ‚Was zum Teufel soll das denn jetzt?‘ Ungläubig hält man das Smartphone entweder seiner besten Freundin vor die Nase, falls diese gerade als Zeugin verfügbar ist, oder man wirft das Handy schlaftrunken wieder in die Ecke, falls man gerade in der süßesten Traumwelt herumtanzt. – Aber es geht auch andersrum. Continue Reading

DRUGS, DRUGS, DRUGS

Eigentlich dachte ich immer, dass ich weiß was abgeht, dass ich einen ziemlichen Durchblick habe über das was in meinem Umfeld passiert, was in und out ist, was interessiert, wie Leute in meinem Alter ihre Zeit verbringen und wie sie feiern. Aber irgendwie habe ich da wohl etwas verpasst in meinem kleinen Schonraum auf dem Land. Da wo ich herkomme gibt es zwar Drogen, es gibt einen hübschen Markt mit allerlei bunten Pillen und Spaßmachern, aber ich glaubte immer, dass diese Tickets für den mentalen Freizeitpark nur für eine bestimmte kleine Gruppe von Leuten interessant und verfügbar sind. Auch vor allem Continue Reading

Schau mir in die Augen!

Ich muss an nichts denken, nur fühlen und mich gehen lassen. Der vibrierende Bass zwingt meine Glieder dazu sich zu bewegen. Ich werfe meinen Kopf in den Nacken und genieße es. Ein kleines Lächeln wird zu einem lauten Lachen, das zwischen den Reggae Beats unbemerkt verklingt – und doch war es da, ist es da. Nur für mich und als Kompliment an die Musik, die mich gerade so leidenschaftlich berührt. Ich bin ganz bei mir. Drei oder vier Stunden – ich habe keine Ahnung wie lange ich hier schon stehe in diesem Club in Wien. Meta and the Cornerstones. Ich liebe sie. Glücklich, vollendet und hingebungsvoll schreien wir alle ‘Peace, Love and Harmony’ in die von Rauch qualmende Luft, die rhythmische Wellen schlägt und diesen Vibe sichtbar macht, der uns alle in diesem Moment elektrisiert und antreibt.

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Zu dir, zu mir oder zu ihr?

Wiesn_1

Er will einen Dreier. Oh Gott. Tief durchatmen, zur Ablenkung selbstbewusst durch die Haare streichen und Kinnlade wieder hoch. Hat er das gerade wirklich gesagt? Eifersucht kommt hoch und ein dicker fetter Kloß namens Selbstzweifel setzt sich in meinen Hals. Reiche ich ihm etwa nicht? Bin ich ihm zu langweilig? Anders kann ich mir das Ganze nicht erklären. Schließlich muss es ja einen Auslöser dafür geben. Na gut, dann reden wir eben drüber, es ist ja nicht so, dass mir das Thema noch nie untergekommen wäre. Man liest hier und dort von erschreckenden Schlagzeilen wie ‘der absolute Beziehungskiller’, ‘der größte Fehler überhaupt’ (vor allem bei Paaren, die sich ihrer Sache zuvor so ganz und gar sicher waren) und wird andererseits auf charmante und leichtfüßig-verspielte Art in verschiedenen Frauenzeitschriften Continue Reading

The first thought

Was ist dein allererster Gedanke wenn du morgens aufwachst? Wer ist der Erste an den du denkst und was tust du als Erstes wenn du aus deiner verrückten Traumwelt wieder in dein kuscheliges Bett zurückkehrst? Um ehrlich zu sein ist es bei mir entweder mein Freund, meine Familie, die Arbeit oder einfach generell das beklemmende Gefühl in der Brust, dass ich jetzt aufstehen muss um mich den Erwartungen, Verpflichtungen und den vielen aufgeschobenen und neuen Aufgaben des Tages zu stellen. Wenn ich mir überlege wie oft ich in meinem Leben schon aufgewacht bin und wie oft die erste Handbewegung von all diesen Malen der Griff zu meinem Smartphone war, um dann mit unzähligen Nachrichten, Mails, Social Media Notifications auf ungemühtlichste und gar panische Weise aus meinem Schlummermodus gerissen zu werden, dann ist das doch sehr erschreckend. Allein der Gedanke, dass mein erstes Interesse nach dem Aufwachen  Continue Reading